Station 1: Taufort und Osterleuchter
Sie blicken auf unseren Taufort und den danebenstehenden Osterleuchter mit der brennenden Osterkerze.
Ganz gleich ob sie stehen oder auf einer der diesen Ort umrahmenden Steinbänke Platz genommen haben – sie schauen hinab auf ein Mosaik. Es wurde bei der Renovierung der Kirche nach dem zweiten Weltkrieg durch den Künstler Eugen Keller geschaffen.
Eine Flusslandschaft, mit kräuselndem Wasser und einer Vielzahl an Fischen.
Es ist, als ob wir am Ufer des Flusses Jordan sitzen oder stehen. Dem Ort, an dem Jesus durch den Täufer Johannes getauft wurde.
In der Mitte, auf einem in der Nähe der Basilika gefundenem römischen Kapitell, eine große bronzene Taufschale. In sie eingraviert die Worte des apostolischen Glaubensbekenntnisses, das Christenmenschen über die Jahrhunderte und alle konfessionellen Grenzen hinweg miteinander verbindet.
Wann immer wir hier heute taufen, lesen und hören wir vorab Worte Jesu, die der Evangelist Matthäus überliefert hat. Jesu Auftrag zur Taufe und seine große Verheißung: „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“
Im Leben und im Sterben, heute, morgen und alle Zeit dürfen wir seiner Nähe und seinem Geleit gewiss sein.
Deswegen steht neben dem Taufstein auch die Osterkerze, auf dem großen Osterleuchter . Rundherum Bilder aus der Ostergeschichte und oben die brennende Kerze. Ein Lichtort. Das Symbol dafür, dass das Licht des Ostertages über alle Finsternisse siegt, auch über den Tod.
So verbindet sich an unserem Taufort das sichtbare Zeichen des Wassers mit dem leuchtenden Zeichen der Osterkerze zu einem lebendigen Bild christlicher Hoffnung.
Worauf setzen sie?
Was ist ihre Hoffnung – für sich selbst – für ihre Lieben – für diese Welt?

Ich setze auf die Liebe und darauf, dass Glaube, Hoffnung und Liebe siegen in dieser politisch doch dunklen Zeit.
In all dem versuche ich zuversichtlich zu bleiben.