Station 5: Die Kanzel
Herzlich willkommen an der fünften Station unseres Weges durch die Evangelische Kirche zum Erlöser. Vor Ihnen steht die Kanzel, von der aus üblicherweise die Predigten in dieser Kirche gehalten werden. Die Mosaike wurden bei der Wiedererrichtung der Evangelischen Kirche zum Erlöser nach dem zweiten Weltkrieg von dem Künstler Eugen Keller aus Höhr-Grenzhausen geschaffen. Von diesem Künstler ist auch das Bodenmosaik am Baptisterium. Das der Seitenwand zugewandte Mosaik ganz links zeigt die die Noah mit seiner Arche und der Taube, die mit dem Ölzweig im Schnabel nach der Sintflut zu Noah zurückkehrt als Zeichen dafür, dass der Schöpfer das Werk seiner Hände nicht aufgibt. Auf der rechten, der Orgel zugewandten Seite sehen Sie eine Darstellung des Pfingstwunders, hier wird der Heilige Geist zum Thema gemacht. Das Ihnen jetzt zugewandte Mosaik zeigt zwei bärtige Gestalten, die mit Überraschung, wenn nicht sogar Angst, die Erscheinung eines geflügelten Wesens in einem Lichtkranz über Ihnen wahrnehmen. Dieses Mosaik stellt die Szene aus der Weihnachtsgeschichte dar, als ein Bote den Hirten die Geburt Jesu verkündet. Auch, wenn er auf diesem Mosaik gar nicht zu sehen ist, ist Jesus als der menschgewordene Gott das Thema dieses Mosaiks. Zusammen legen diese drei Mosaike rund um die Kanzel also ein Bekenntnis zu Gott dar, der uns als Schöpfer, als menschgewordener Sohn und dynamische Geistkraft begegnet.
Kernbotschaft dieses dreimal einen Gottes ist „Fürchte dich nicht“. Dieser Satz ist immer zu lesen, wenn die Bibel davon erzählt, dass Gott Menschen begegnet. Und dies ist der erste Satz in der Botschaft des Engels an die beiden Hirten vor Ihnen. „Fürchte Dich nicht!“ – was für eine Botschaft!? Mancherlei Entwicklung in unseren Tagen ist nun wirklich zum Fürchten. Genau dieser Furcht, die es über alle Zeiten aus unterschiedlichen Gründen gegeben hat, setzt die Botschaft der Bibel ihr „Fürchte dich nicht!“ entgegen.
Gibt es etwas, vor dem Sie sich fürchten? Können Sie sich vorstellen, dass dieses „Fürchte dich nicht!“ genau Ihnen gilt?

Danke, wunderbar ermutigend!